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Mit Mythen in den Brand-Olymp aufsteigen

Geschickt verpackt, können Mythen als Mittel zur Kommunikation einen signifikanten Wettbewerbsvorteil verschaffen. Social Media wirkt dabei als Sprachrohr mit exponentieller Reichweite und hilft Ihnen dabei ihre Botschaft charmant und subtil zu verbreiten.


Lasst uns einmal über erfolgreiche Filme aus Hong Kong oder Bollywood reflektieren. Sie haben eines gemeinsam: Sie sind sehr erfolgreich in ihrem heimischen Markt, aber können sich nicht unbedingt außerhalb ihres Heimatmarktes behaupten – man denke nur an die (meiner Meinung nach) unendlich kitschigen Bollywood Streifen, die in Deutschland eher eine Nische darstellen, als den Mainstream. Das lässt mitunter vermuten, dass wenn sich das kulturelle Umfeld ändert, wir unsere Marketing- und Branding Techniken anpassen müssen. Das Konzept beruht auf dem Gedanken: „Act global, think local“. Geschmäcker sind unterschiedlich – Mythen können uns helfen, uns besser zu orientieren und zu adressieren. Genau hier möchten wir anknüpfen:


Wir möchten kurz und knapp durchleuchten, wie Sie mithilfe von Mythen Ihre Marke in Ihrem Heimatmarkt positionieren, ihre Attraktivität als Anbieter steigern und ergo eine höhere Polarisation auf Nachfrager ausüben können. Starten wir mit der Frage was Mythen auszeichnen.


  1. Mythen sind alte Geschichten, von denen angenommen wird, dass sie wahr sind und sich hauptsächlich in epischen Umgebungen abspielen. Daher sind sie stark kulturell geprägt.

  2. Die Ursprünge des Mythos sind größtenteils verschwommen und das Einzige, was Mythen am Leben erhält, beruht auf einer kontinuierlichen mündlichen Überlieferung.

  3. Mythen bieten wünschenswerte Verhaltensweisen und helfen dem Einzelnen, sich in der Gesellschaft zu koordinieren.

  4. Die meisten mythischen Figuren stellen die ideale Summe wünschenswerter Attribute innerhalb einer Kultur dar und machen sie daher zu den „vollständigsten“ und damit attraktivsten Attributen.

  5. Mythen jonglieren mit Widersprüchlichkeit, was zu mehr Dynamik führt.

  6. Mythische Figuren können einen großen Einfluss auf das Verhalten von Gesellschaften haben, vorausgesetzt, sie werden geglaubt.

Mythen stellen also für uns ein sehr wertvolles kulturelles Gut mit einer hohen Resonanz dar bzw. erreicht ein sehr breites Nachfragespektrum. Hierbei unterscheiden wir nach verschiedenen Archetypen, wobei wir für unser Praxisbeispiel auf die „Unschuldige“ unseren Fokus legen möchten.

  • Unschuldig

  • Gesetzlos

  • Magisch

  • Heldenhaft

  • Närrisch

Erinnern Sie sich noch ein an die Prinzenrolle Werbung von DeBeukelaer? Erkennen Sie welche Referenz sich hier verbirgt? Der Erfolg dieser Werbung lässt sich auf die zugrunde liegende Dornröschenreferenz zurückführen.


Das Dornröschen repräsentiert den „unschuldigen“ Archetyp. Sie ist naiv, mythisch, romantisch und eine Träumerin, die das Paradies nur in ihren Träumen erlebt. Sie strebt nach Glück hat ein reines Herz und hat Angst, etwas falsch zu machen. In der Werbung sieht man einen tapferen Prinzen, der sich seinen Weg mit seinem Schwert durch das Dornengestrüpp schneidet. Er zeigt Entschlossenheit und Tapferkeit und erreicht schließlich die schlafende Schönheit. Aufbauend auf dem Mythos weckte er sie mit einem Kuss auf die Lippen, was in der Werbung nicht zu funktionieren scheint. Nachdem er verzweifelt versucht hat, sie wach zu küssen, holt er eine Packung Prinzenrolle heraus, greift nach einem Keks und bricht ihn in der Mitte. Der köstliche Duft erweckt sofort die Prinzessin. Der Clip endet mit dem Begriff "Princes get ahead".


DeBeukelaer hatte großen Erfolg und die Botschaft wurde elegant verpackt. Was einfach klingt, erfordert jedoch eine ausgeklügelte Strategie, Konsistenz, die richtigen Kanäle und ein authentisches Auftreten. Wurden Sie inspiriert? Teilen Sie doch Ihre Gedanken mit uns. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

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